12.10.2006 - Zu einem informativen Gespräch trafen sich die sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete Nicolette Kressl und der neue Leiter der Rastatter Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, Dr. Henning Pahl. Durch die jahrelangen Beziehungen zu dem ehemaligen Leiter Dr. Michalka habe sie einige Projekte intensiv verfolgen und teilweise begleiten können, erläuterte Frau Kressl ihre Verbundenheit mit dem Freiheitsmuseum.

Wie Dr. Pahl betonte, sei man derzeit in einer Phase der Neuausrichtung. So sei geplant, die Schwerpunkte vor allem im didaktischen Bereich und im engen Kontakt zu Schulen zu setzen. Die demokratische Bewusstseinsbildung von Schülern und Heranwachsenden sei die vielleicht wichtigste, zugleich aber auch anspruchsvollste Aufgabe der Erinnerungsstätte.
Vordringliches Anliegen sei es ihm, so Dr. Pahl, die Bundesarchiv-Erinnerungsstätte als attraktiven außerschulischen Lernort zu etablieren. Auch könne die Erinnerungsstätte durch die Ausweitung des Bereichs „Friedliche Revolution 1989“ zur Prägung eines positiven gesamtdeutschen Nationalbewusstseins beitragen. „Dieses Thema ist viel zu wenig im öffentlichen Bewusstsein präsent und wird auch in den Lehrplänen zu wenig behandelt.“, unterstrich Dr. Pahl die Idee der zukünftigen Konzeption.
Sie werde die Umgestaltung mit Interesse verfolgen und gerne behilflich sein, wenn es gelte Kontakte herzustellen oder in anderer Hinsicht Unterstützung zu geben, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Nicolette Kressl.