15.06.2004 - „Die Arbeitgeberseite fordert mit Recht qualifiziertes Personal – aber sie muss jungen Menschen auch die Chance dazu geben, sich zu orientieren und Qualifikationen zu erlangen“, sagte Nicolette Kressl vor dem Hintergrund der aktuellen Verhandlungen zum Ausbildungspakt. Mit einer verbindlichen Vereinbarung zwischen Wirtschaft und Politik soll darin jungen Menschen eine Lehrstelle garantiert und damit eine gesetzliche Ausbildungsplatzumlage entbehrlich gemacht werden. Bestandteil des Paktes sind auch Betriebspraktika und Orientierungsangebote für Jugendliche, die noch nicht die erforderliche Ausbildungsreife besitzen und so an den Ausbildungsmarkt herangeführt werden.
Kressl, als Abgeordnete selbst „Chefin eines Kleinbetriebes“ mit fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin und Rastatt, geht mit gutem Beispiel voran: Kai Mörmann, Schüler am Goethe-Gymnasium in Gaggenau, absolvierte seine dreiwöchige Berufsorientierung am Gymnasium (BOGY) während der Oster- und Pfingstferien zunächst im Rastatter Bürgerbüro und anschließend im Bundestagsbüro der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden.
Ihn faszinierten vor allem die Einblicke in die parlamentarische Arbeit und die Organisationsstrukturen des deutschen Bundestages. Unter anderem durfte er bei der Arbeitsgruppensitzung der SPD im Ausschuss für Bildung & Forschung anwesend sein und eine Bundestagsdebatte von der Zuschauertribüne aus verfolgen. Bei den Sitzungen bekam er Bundeskanzler Gerhard Schröder und auch andere bundespolitische Prominenz zu Gesicht.
Aber es wurde nicht nur geschaut und gestaunt. Kai Mörmann war schließlich zur Berufsorientierung angetreten und so nahmen ihn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nicolette Kressl auch in die Pflicht: Neben den üblichen Bürotätigkeiten unterstützte er sie bei der Vorbereitung von Sitzungen und Terminen und half ihnen bei der Pressearbeit und der Erledigung der Korrespondenz mit Bürgerinnen und Bürgen sowie Behörden.
Kai Mörmann war begeistert, er lobte die Atmosphäre im Büro von Nicolette Kressl und konnte sich nach drei erlebnisreichen Wochen durchaus vorstellen, selbst auch einmal politisch zu arbeiten.
Nicolette Kressl, MdB
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