
„Na ja – das ist dann ja ein wenig übertrieben“, hatte ich mir so gedacht, als ich auf einigen Internetseiten über Flat Coated Retriever gestöbert habe. Und dann ging es uns genau so: einen Flat bei einer Wanderung in Südtirol getroffen, sich ausführlich kundig gemacht und eine Züchterin gesucht – das ging alles fast gleichzeitig.

Und es war auch gar nicht so einfach, einen Welpen zu finden. Wir waren sehr glücklich, dass wir dann mit Frau Wunderlich in Fürth eine Züchterin gefunden haben, der wir vertraut haben.

Das war im Mai 2009. Und unsere Hündin Honey ist nun schon fast „erwachsen“ – auch wenn das bei den Flats länger dauert (…und manche sagen, dass sie das eigentlich nie sind…).

Nicht, dass ein Flat Coated Retriever nicht auch richtig anstrengend sein könnte. Besonders, da Honey ein „echter Flat“ ist. Zu Hause verschmust ohne Ende – und auch ganz flattypisch: Wo wir sind, ist auch sie. Aber ihr ganzes Temperament kommt dann bei den Wanderungen und Spaziergängen zur Geltung. Und natürlich in unserem großen Dorfbach. Was am Anfang mit einem ganz vorsichtigen Beschnuppern begonnen hat, ist inzwischen ein absolutes Muss. Im Wasser pflügen, rennen, spielen – und da kennt sie auch bei Minusgraden keine Grenzen. Aus dem Bach kommt dann ein Eiszapfenhund – aber das scheint überhaupt nicht zu stören.

Es gibt wahrscheinlich nur eines, das noch mehr Spaß macht: im Schlamm wälzen. Oder erst ins Wasser gehen und dann im Sand wälzen!!!

Und natürlich ist auch Hundeschule angesagt, denn eines ist ganz sicher: Nur wenn ein Flat körperlich – und vor allem auch „kopfmäßig“ – ausgelastet ist, dann geht es ihm gut.

Ihr Lieblingsspiel seit langer Zeit: sitzen bleiben müssen im Wohnzimmer (das fällt einem Flat nicht ganz so leicht) und dann Spielzeug oder das Glas mit Kamille in der Wohnung suchen. Für alle, die sich wundern: Beim „Nasenkurs“ ersetzt die Kamille bei der Spurensuche die Drogen!!!

Wir haben viel dazugelernt in unserer ersten Hundeschule – einen herzlichen Dank an das Canisland. Und ich glaube, eigentlich haben wir mehr lernen müssen als Honey. Aber inzwischen glaube ich: „Hündisch klappt ganz gut.“
Seit einiger Zeit sind wir in der
Hundeschule Kuppenheim – und Honey liebt das Arbeiten dort. Und wir auch – denn da gibt es eine optimale Kombination: konzentriert arbeiten, aber mit viel Spaß. Besonders der „Nasenarbeitskurs“ hat es in sich: Es steht nicht nur auf dem Papier, dass die Nasenarbeit die Konzentrationsfähigkeit deutlich verbessert. Aber natürlich ist es auch einfach schön, bei den Erziehungsspaziergängen, dem Pfotentreff oder dem Hundeclub dabei zu sein. Von hier aus einen dicken Gruß an Frau Schiel – sie macht das einfach super gut.
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Nicolette Kressl, MdB
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