01.07.2010 - Der Wahlkrimi um den Einzug ins Schloss Bellevue zog sich über drei Wahlgänge neun Stunden lang hin. Schwarz-Gelb ist dabei knapp an einer Katastrophe vorbeigeschlittert: Erst im dritten Durchgang konnten Union und FDP mit 625 Stimmen bei der Wahl um das Amt des Bundespräsidenten eine ausreichende Mehrheit für Christian Wulff mobilisieren und den bisherigen Ministerpräsidenten zum neuen Staatsoberhaupt ernennen. Unser Kandidat Joachim Gauck erhielt bei der 14. Bundesversammlung sensationelle 494 Stimmen, damit über 30 Stimmen mehr als SPD und Grüne Wahlfrauen und –männer in die Bundesversammlung geschickt hatten.
Christian Wulff konnte, trotz einer schwarz-gelben Mehrheit von 21 Stimmen, nur 625 Stimmen zählen. Die wiederholten Appelle von Union und FDP zur Geschlossenheit haben nicht gewirkt. In allen Wahlgängen haben viele Vertreterinnen und Vertreter von Schwarz-Gelb für den überparteilichen Kandidaten Joachim Gauck gestimmt. Ich bin mir sicher, Joachim Gauck hätte etwas verändert in unserer Republik. Fakt ist: An diesem Wahlkrimi wird die Koalition noch lange zu leiden haben - es könnte der Anfang vom Ende für Merkels Regierung sein.
Nicolette Kressl, MdB
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