Seniorinnnen und Senioren sind alle Menschen ab 60 Jahren, unabhängig davon, wie aktiv und mitten im Leben diese Frauen und Männer sind. Aufgrund der stetig steigenden Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Seniorinnen und Senioren. Angestiegen ist dabei auch der Anteil derjenigen älteren Menschen, die noch vital und voller Abenteuerlust sind. Seniorenpolitik umfasst daher alle älteren Menschen und widmet sich der gesellschaftlichen Beteiligung, dem freiwilligen Engagement, der Weiterbildung oder dem Seniorenstudium ebenso wie den Fragen der Pflegequalität oder dem Umgang mit demenzerkrankten Menschen.
Anders als noch vor hundert Jahren, sind die Jahre ab sechzig nicht von Hilfebedürftigkeit geprägt, sondern bedeuten in der Regel einen mit Aktivität und Gesundheit einhergehenden Lebensabschnitt. Die meisten älteren Menschen sind in ihrem gesellschaftlichem Umfeld aktiv, engagieren sich gerne für Familie und Gesellschaft und nutzen zunehmend auch das Internet oder ihre Handys. Die großen Potenziale, das Wissen und die Gelassenheit dieser älteren Menschen gilt es in unsere Gesellschaft einzubringen - zum Nutzen der Seniorinnen und Senioren, aber auch zum Nutzen von uns allen, die wir von den älteren Menschen lernen können.
Viele ältere Menschen freuen sich über eine sinnvolle Aufgabe, soziale Kontakte und aktive Teilhabe. Sie können dabei vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen einbringen. Ohne das Erfahrungswissen älterer Menschen und ohne die Bereitschaft, dieses Wissen einzusetzen und zu vermitteln, wäre unsere Gesellschaft in weiten Bereichen ärmer.
Ein wichtiges Ziel ist es, die gesellschaftliche Integration älterer Menschen zu fördern und die Partizipationsmöglichkeiten zu verbessern.
Ältere Menschen müssen mitunter auch auf die Hilfe anderer zurückgreifen. Dabei soll ihre Selbständigkeit soweit wie möglich erhalten bleiben. Ambulante Hilfe zu Hause ist daher soweit wie möglich zu fördern, erst wenn es nicht mehr anders zu bewerkstelligen ist, ist die Unterbringung in einem Heim sinnvoll.
Wir wollen im Rahmen der anstehenden Reform der Pflegeversicherung eine nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung sicherstellen, die Leistungen dynamisieren, die ambulante vor der stationären Pflege stärken und die Leistungen für Demenzkranke verbessern.
Mehrgenerationenhäuser sind Tagestreffpunkte, wo sich Generationen begegnen können. Alt und Jung finden gegenseitige Unterstützung. Mit dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser wollen wir das Zusammenleben von allen Generationen auch im öffentlichen Raum fördern. Wir wollen Potenziale aller Generationen aktivieren. Dafür sind bis zum Jahr 2010 über 400 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland geplant.
Informationen über die ersten Häuser, das Programm, Förder- und Bewerbungsmodalitäten finden Sie
hier
Nicolette Kressl, MdB
Deutscher Bundestag
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