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Familien, Frauen, Senioren, Jugend

Moderne Politik für die Jugend

Foto von Nicolette Kressl

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Und mit unserer Zukunft müssen wir sorgsam umgehen. Deshalb setzt sich die SPD- Bundestagsfraktion innerhalb ihrer Politik auch ganz besonders für eine kinderfreundliche Gesellschaft ein: Wir wollen, dass die Belange und Interessen von Kindern immer und überall in den Plänen und Entscheidungen von Politik und Gesellschaft berücksichtigt werden. Auch bei der Gesetzgebung, für die wir als Mitglieder des Bundestages verantwortlich sind, sollen Kinder und ihre Interessen Berücksichtigung finden. Für mehr Kinderfreundlichkeit hat bereits die rot-grüne Bundesregierung schon einiges bewegt, so beispielsweise durch den Nationalen Aktionsplan "Für eine kindergerechte Welt" (NAP).

Kinder und Jugendliche schützen

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft und brauchen einen besonderen Schutz: "Kinder stark machen" bedeutet auch und vor allem, sie vor Gewalt und Missbrauch in allen Lebensbereichen zu schützen.

Jedes Kind hat das Recht auf gesundes Aufwachsen. Kinder benötigen für ihre gesunde Entwicklung in den ersten Lebensjahren eine umfassende gesundheitliche Versorgung. Von den kostenfreien Vorsorgeangeboten von der Geburt bis zur Einschulung macht bereits jetzt die weit überwiegende Zahl der Eltern Gebrauch. Allerdings sinken die Teilnahmequoten mit dem Alter der Kinder insbesondere bei sozial schwachen Familien. Unser Ziel ist, dass alle Kinder an diesen Untersuchungen teilnehmen. Das wollen wir erreichen durch verbindliche Einladungen und bessere Vernetzung der Akteure vor Ort.

Vor allem setzen wir auf frühe Hilfen für Risikofamilien. Wir wollen schon um den Zeitpunkt der Geburt herum wirkungsvolle Unterstützung durch Hebammen sowie Ärztinnen und Ärzte für Eltern anbieten, die Zeichen von Überforderung zeigen. Ziel ist, auch diesen Eltern zu ermöglichen, eine liebevolle, stabile und förderliche Beziehung zu ihrem Kind zu entwickeln.

Zum weiteren Schutz von gefährdeten Kindern wollen wir die Möglichkeiten der Familiengerichte verbessern.

Schutz brauchen Kinder auch vor Gewalt in den Medien, vor Alkohol und Drogen, vor sexueller Gewalt oder Ausbeutung und vor weiteren Gefährdungen. Dazu haben wir bereits ein neues Jugendschutzgesetz auf den Weg gebracht. Mit dem Aktionsplan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung wurden ebenfalls weitgehende Schutzmaßnahmen in die Wege geleitet.

Benachteiligte Kinder und Jugendliche fördern (Integration)

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft, daher müssen und wollen wir auch diejenigen, die nicht die besten Startchancen mitbekommen haben, fördern. Dazu gehört es, benachteiligten jungen Menschen eine Zukunftsperspektive zu eröffnen und in Schule und Beruf und ihrem sozialen Umfeld so zu fördern und zu unterstützten, dass sie die Chancen haben, sich sozial und beruflich in unsere Gesellschaft einzubringen.

Daher hat die Förderung zur sozialen und beruflichen Integration sowie die Sprachförderung und die begleitende sozialpädagogische Begleitung für junge Menschen mit Migrationshintergrund einen besonderen Stellenwert.

Partizipation stärken

Kinder und Jugendliche sollen mitreden können. Nicht ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten, sondern Kinder und Jugendliche selbst müssen die Möglichkeit erhalten, ihre Meinung kundzutun. Sie sind als Experten in eigener Sache zu hören und haben das Recht, sich bei der Gestaltung ihrer Lebenswelt einzumischen und zu beteiligen. Wir müssen ihnen die Möglichkeit geben, mit ihren Bedürfnissen, Interessen, Hoffnungen, Ängsten und Problemen Planungs- und Entscheidungsprozesse im unmittelbaren Lebensumfeld und auf allen politischen Ebenen zu beeinflussen, aber auch sie in die Pflicht und Verantwortung zu nehmen. Dies stellt uns politisch Verantwortliche vor die Herausforderung, Partizipation zu stärken und dafür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

Wir wollen die Rechte von Kindern in der Verfassung verankern.

Die Kinderkommission im Deutschen Bundestag widmet sich den Belangen und Interessen der Kinder. Für die SPD-Bundestagsfraktion ist Marlene Rupprecht, MdB, als Kinderbeauftragte Mitglied der Kommission. In der Kinderkommission stehen auch Anhörungen auf dem Programm wie z. B. zum eigenständigen Grundrecht für Kinder im Grundgesetz.

© Nicolette Kressl, MdB - Deutscher Bundestag - Platz der Republik - 11011 Berlin