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Ausbildung

Konsequente Politik für junge Menschen zahlt sich aus

11.10.2007 - Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Paktpartner zur Lage am Ausbildungsmarkt sind eine erfreuliche Bestätigung dafür, dass sich unsere konsequente Politik für junge Menschen auszahlt. Der von der SPD auf den Weg gebrachte Ausbildungspakt wirkt. Erneut haben die Unternehmen und Betriebe in Deutschland nicht nur neue, sondern zusätzliche Ausbildungsplätze bereitgestellt. Der Bestand an noch unvermittelten Bewerberinnen und Bewerbern und die rechnerische Lehrstellenlücke haben ein Rekordtief erreicht. Die rechnerische Lücke ist bereits jetzt kleiner als nach der Nachvermittlungsphase im letzten Jahr. Die Zahlen zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Die positive Bilanz darf auch nicht den Blick dafür verstellen, dass es immer noch zu viele Jugendliche schwer haben, einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung zu finden. Sorgen bereiten uns vor allem die vielen Altbewerberinnen und Altbewerber. Die SPD-Bundestagsfraktion will daher noch einen Gang zulegen, um die positive Dynamik am Ausbildungsmarkt auch in den kommenden Jahren zu verstetigen. Daher wollen wir brach liegende Ausbildungspotenziale in den Unternehmen durch einen Ausbildungs-Bonus für zusätzliche Lehrstellen aktivieren. Und wir wollen die Benachteiligten unter den Altbewerbern durch finanzielle Hilfen in betriebliche Ausbildung bringen. Keiner der Verantwortlichen darf sich auf dem Erreichten ausruhen. Das Ziel heißt: Jedem ausbildungswilligen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz - auch für Altbewerber.

Deutlich mehr gemeldete Lehrstellen, deutliche Zuwächse bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in Industrie, Handel und Handwerk, 40 Prozent weniger unvermittelte Bewerber als im Vorjahr und eine um 70 Prozent kleinere rechnerische Lücke - diese Zahlen belegen, dass die gute Entwicklung, die bereits im vergangenen Jahr bei der Zahl der Ausbildungsplätze zu beobachten war, im Ausbildungsjahr 2007 nicht nur fortgesetzt werden konnte, sondern noch einmal eine völlig neue Dynamik entwickelt hat. Das anhaltende Wachstum der deutschen Wirtschaft schlägt sich nicht nur in mehr Beschäftigung nieder, sondern auch in einem größeren Ausbildungsangebot. Die Arbeitsmarktreformen, aber auch unsere konsequenten Anstrengungen für Ausbildung und Qualifizierung greifen. Die konjunkturelle Entwicklung allein kann die Belebung am Ausbildungsmarkt nicht erklären. Hinzu kommt die Bewegung, die der Ausbildungspakt und unsere Berufsbildungspolitik angestoßen haben.

Zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme gehört aber auch, die Augen nicht vor nach wie vor bestehenden Problemen zu verschließen. Immer noch landen zu viele Jugendliche in Warteschleifen, obwohl sie eigentlich ausbildungsreif sind. Nach wie vor gibt es zu viele Altbewerberinnen und Altbewerber, denen auch nach mehrmaligem Versuch der Einstieg in Ausbildung nicht gelingt. Ihr Anteil an den Ausbildungssuchenden lag auch im Ausbildungsjahr 2007 erneut über 50 Prozent. Nach wie vor haben es viele Hauptschülerinnen und Hauptschüler sowie Migrantinnen und Migranten besonders schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Daher kann es sich keiner der Beteiligten erlauben, sich auf den Lorbeeren der guten Ausbildungszahlen auszuruhen. Das gilt für die Wirtschaft, die alle Anstrengungen unternehmen muss, um weitere Ausbildungskapazitäten zu erschließen - auch kurzfristig mit Blick auf die anstehende Nachvermittlungsphase. Nur die Hälfte der ausbildungsfähigen Unternehmen bildet aus. Es gilt für die Länder, die in der Verantwortung stehen, die Jugendlichen in den Schulen fit für den Einstieg ins Berufsleben zu machen und die Zahl der Schulabbrecher drastisch zu reduzieren. Aber auch von Bundesseite werden wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen und unsere Anstrengungen für die jungen Menschen noch einmal intensivieren.

Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, den Ausbildungspakt durch zusätzliche Maßnahmen und Initiativen für benachteiligte Jugendliche zu flankieren. Neben der gezielten Förderung von benachteiligten Altbewerbern und der Aktivierung zusätzlicher Ausbildungsplätze in den Unternehmen wollen wir Hauptschülerinnen und Hauptschüler durch den Einsatz von "Ausbildungspaten" beim Übergang Schule/Beruf besser unterstützen und die personellen Ressourcen der Berufsberatung verstärken.

Die SPD-Bundestagsfraktion wird in ihrem Bestreben nicht nachlassen, möglichst alle ausbildungswilligen Jugendlichen in Ausbildung und Qualifizierung zubringen. Bildung und Ausbildung sind nicht nur die wichtigste Grundlage, die wir jungen Menschen für ihr weiteres Leben mitgeben können. Sie sind auch die beste Vorsorge gegen Fachkräftemangel. Alle Verantwortlichen tun gut daran, diese Zusammenhänge weiter im Auge zu behalten.

 

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