Die SPD-Bundestagsfraktion geht bei der Ausbildung von jungen Menschen schon seit vielen Jahren mit gutem Beispiel voran. Das gilt sowohl für die Ausbildung durch die Fraktion als auch in einzelnen Abgeordnetenbüros. Insgesamt werden derzeit fast 50 junge Menschen auf diese Weise ausgebildet. In meinem Berliner Büro hat die Berlinerin Marie-Luise Lemke bis Juli 2007 ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolviert.
16 Auszubildende erlernen in der Fraktion gegenwärtig einen Beruf.
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in der SPD-Bundestagsfraktion ausgebildet werden, erlernen die Berufe IT-Fachinformatiker/in und Fachangestellte/r für Bürokommunikation. Außerdem werden vier Auszubildende zum/zur Verwaltungsfachangestellten mit Doppelqualifizierung ausgebildet: Neben dem Berufsabschluss erhalten sie am Ende ihrer Ausbildungszeit die Fachhochschulreife.
Ausbildung hat in der SPD-Bundestagsfraktion inzwischen eine lange Tradition: Seit über 20 Jahren bilden wir Jugendliche und junge Erwachsene aus. Zehn Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unserer Fraktion sind junge Menschen, die hier eine qualifizierte, fundierte und an der Praxis orientierte Ausbildung erhalten. Mit den derzeit 20 Ausbildungsplätzen leisten wir einen Beitrag zur Berufsausbildung im Berliner Raum und bieten jungen Menschen eine berufliche Perspektive.
Der Initiative der SPD-Bundestagsfraktion ist es zu verdanken, dass es seit September 2004 auch in den Büros der Abgeordneten möglich ist, auszubilden. Derzeit werden 30 Ausbildungsplätze bei Abgeordneten und in den Landesgruppen angeboten.
Die Auszubildenden erlernen den Beruf "Kauffrau/-mann für Bürokommunikation". Als Verbundpartner konnte in Berlin das Institut für technische Weiterbildung (itw) gewonnen werden. Durch die Kooperation teilt sich die Ausbildung in drei Ausbildungsorte auf: Berufsschule, Abgeordnetenbüro und itw. Damit ist gewährleistet, dass auch solche Ausbildungsinhalte vermittelt werden, die in Abgeordnetenbüros nicht anfallen. Seit September 2006 werden erstmals auch in einigen Wahlkreisbüros junge Frauen und Männer ausgebildet.
Im Februar 2010 konnten Nicolette Kressl und ihre baden-württembergischen Kolleginnen und Kollegen der SPD-Bundestagsfraktion dem 22-jährigen Michael Fritsch zur bestandenen Ausbildung gratulieren. Dem jetzigen Kaufmann für Bürokommunikation wurde die Möglichkeit einer Ausbildung im Bundestag gegeben, weil SPD-Abgeordnete aus Baden-Württemberg eine so genannte Arbeitsgemeinschaft gegründet hatten.
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Zwischen 2005 und 2007 habe ich als Ausbilderin innerhalb der Landesgruppe Baden-Württemberg der SPD-Bundestagsfraktion eine junge Frau ausgebildet. In meinem Büro wurden der Berlinerin Marie-Luise Lemke fast alle Kenntnisse und Fertigkeiten im Rahmen ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation vermittelt, die auch in jedem Unternehmen auf dem Lehrplan stehen. Ausnahmen waren Personal- sowie Rechnungswesen, die in allen Abgeordnetenbüros naturgemäß eine untergeordnete Rolle spielen, da diese Aufgaben überwiegend die Bundestagsverwaltung erledigt. Hier sprang als Kooperationspartner das Berliner Institut für technische Weiterbildung (itw) ein, so dass die Auszubildende nach ihrer Lehrzeit auch eine Personalakte und die Bilanz führen kann.
Marie-Luise Lemke ist mit ihrer Ausbildung zufrieden: „Mein Eindruck zur Politik hat sich seit der Ausbildung sehr verändert. Früher habe ich zwar die Nachrichten gesehen, aber mich kaum dafür interessiert, sondern es nur zur Kenntnis genommen. Heute setzte ich mich viel mehr damit auseinander. Ich verstehe auch viel besser, wie im Bundestag alles zusammen spielt und warum es so lange dauert, bis ein Gesetz verabschiedet werden kann.“
Im Juli 2007 hat Marie-Luise Lemke ihre Ausbildung abgeschlossen.
Nicolette Kressl, MdB
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