Datum: 26.11.2004
Gesetz:
Gesetz zur Neuordnung des Gentechnikrechts
(BGBl. 2005 I, 186 ff.)
Initiative: Bundesregierung
(Informationen zum Gesetzgebungsverfahren)
Abstimmungsfrage: Soll das Gentechnikrecht reformiert werden?
Abstimmungsergebnis: 304:284:0 (Ja:Nein:Stimmenthaltung)
Ich stimme mit:
Ja
Meine Gründe: Der Bundestag hat in seiner Sitzung am 26. November 2004 den Einspruch des Bundesrates zum Gentechnik-Gesetz zurückgewiesen. Damit kann das Gesetz bis zum Jahresende in Kraft treten. Für Landwirtschaft und Verbraucher sollen damit "Schutz, Transparenz und Rechtssicherheit" hergestellt werden.
Damit findet ein langer politischer Weg seinen - vorläufigen - Abschluss. Kaum ein Thema wurde in der Gesellschaft in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert wie der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft. Während die einen gentechnische Veränderungen an der Erbsubstanz von Pflanzen für nicht verantwortbar halten und eine Kommerzialisierung von genetischen Eingriffen in die Natur ablehnen, sehen andere große Chancen in diesem Bereich, können die Bedenken nicht nachvollziehen und befürchten Einschränkungen der Freiheit der Forschung, eine Behinderung von Innovationen und eine Gefährdung des Standortes Deutschlands.
Das Gesetz wird in Zukunft das Nebeneinander von herkömmlicher Landwirtschaft (einschließlich der ökologischen) und der Landwirtschaft regeln, die gentechnisch veränderter Organismen anbaut. Verhindert werden soll damit eine schleichende Einführung der so genannten grünen Gentechnik, die dem Verbraucher keine Wahlmöglichkeit gibt. "Grün" wird diese Gentechnik genannt, weil sie die gentechnische Veränderungen von Pflanzen betrifft.
Mit der Novelle des Gentechnikrechts wird die EU-Freisetzungsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Das Gesetz enthält mehrere sich ergänzende Maßnahmen zum Schutz des gentechnikfreien Anbaus. Als wesentliche Kernpunkte des Gesetzes:
Nicolette Kressl, MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik
11011 Berlin
Tel.: 0 30 - 22 77 12 10
Fax: 0 30 - 22 77 65 01
nicolette.kressl@bundestag.de